0%-Finanzierungen

Viele Händler bieten ihren Kunden eine 0% Finanzierung an
Die meisten Verbraucher haben nur begrenzte finanzielle Mittel und müssen für eine größere Anschaffung, wie zum Beispiel einen neuen Fernseher oder einen Pkw, lange sparen. Dies missfällt den Händlern. Aus diesem Grund überlegen sich die Händler verschiedene Strategien, wie sie den Konsum der Verbraucher steigern können. Als eine von diesen Strategien ist die kostenlose Bereitstellung eines Kredits in Form der sogenannten 0% Finanzierung zu nennen.

0% Finanzierung – Raten zahlen statt sparen

Die 0% Finanzierung beruht auf dem Prinzip, Raten zahlen statt sparen. Dieses Prinzip lässt sich am einfachsten anhand eines Beispiels erklären. Angenommen ein Verbraucher, der jeden Monat 50 Euro sparen könnte, ist in einem Geschäft und interessiert sich dort für einen neuen Fernseher, der zu einem Verkaufspreis von 1.200 Euro angeboten wird. Dieser Verbraucher müsste, sofern er keinen Kredit aufnimmt, 24 Monate sparen, um sich diesen Fernseher zu leisten.
Viele Verbraucher möchten jedoch nicht so lange warten und interessieren sich deshalb für eine Finanzierung zu einem möglichst günstigen Zinssatz. Aus diesem Grund bieten zahlreiche Einzel-, Online- und Versandhäuser, die ihren Umsatz steigern möchten, ihren Kunden eine sogenannte 0% Finanzierung an.
Sofern der Händler im hier aufgeführten Beispiel seinen Kunden eine 0% Finanzierung anbieten sollte, bedeutet dies im konkreten Fall, dass der Verbraucher den Fernseher in 24 Raten zu je 50 Euro abzahlen kann.

Eine 0% Finanzierung ist in vielen Fällen nur ein vermeintlich gutes Geschäft

Auf den ersten Blick handelt es sich bei einer 0% Finanzierung um einen kostenlosen Kredit. Auf den zweiten Blick muss man jedoch in den meisten Fällen erkennen, dass eine 0% Finanzierung sehr teuer ist. Der Grund hierfür liegt in der Tatsache, dass eine 0% Finanzierung in der Regel zu einem höheren Verkaufspreis führt. So ist es zum Beispiel denkbar, dass ein anderer Händler den selben Fernseher zu einem Barpreis von 1.000 Euro anbietet. In einem solchen Fall kann man die Differenz der beiden Verkaufspreise in Höhe von 200 Euro als Zinsen für die Finanzierung ansehen.

Die Höhe der monatlichen Rate sollte die Entscheidungsgrundlage für eine Finanzierung darstellen

Wie man dem angeführten Beispiel entnehmen kann, sollte man bei der Finanzierung einer Anschaffung nicht nur auf den angebotenen Zinssatz, sondern auch auf den Verkaufspreis achten. Ein niedriger Verkaufspreis führt nämlich vielfach auch bei einem höheren Zinssatz dazu, dass die Höhe der monatlichen Belastung sinkt. Dies lässt sich sehr gut am vorangegangenen Beispiel erläutern. Angenommen ein Verbraucher kauft den Fernseher nicht beim ersten Händler, sondern beim zweiten Händler und finanziert ihn über 24 Monate zu einem Zinssatz von 5 Prozent. In diesem Fall zahlt der Verbraucher eine monatliche Rate in Höhe von 43,87 Euro. Er spart somit über die gesamte Laufzeit circa 150 Euro ein.

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