Tagesgeldkonto

Das Tagesgeldkonto gehört zu den klassischen Geldanlagen. In Zeiten niedriger Zinsen wird diese Anlageform immer beliebter. Die Vorzüge dieser cleveren Alternative sprechen für sich: Flexible Ein- und Auszahlungen, tägliche Verfügbarkeit ohne feste Laufzeiten und eine hohe Sicherheit des angelegten Geldes.

Wie funktionieren Tagesgeldkonten?

Ein Tagesgeldkonto ist eine Geldanlage ohne eine feste Laufzeit. Ein- und Auszahlungen sind jederzeit in beliebiger Höhe möglich. Wie der Name bereits andeutet, kann der Kunde täglich über sein Vermögen oder einen Teilbetrag verfügen. Es gibt keine Kündigungsfrist. Eine Besonderheit der Tagesgeldkonten ist deren variabler Zinssatz. Theoretisch kann dieser täglich seitens des Kreditinstitutes geändert werden. In der Praxis wird von einer Zinsänderung nur in größeren Zeitabständen Gebrauch gemacht, die sich an der Entwicklung des Leitzinses der europäischen Zentralbank orientiert. Tagesgeldkonten sind ideal für das Parken von nicht unmittelbar benötigtem Geld. Sie dienen jedoch nicht dem üblichen Zahlungsverkehr und sind reine Guthabenkonten. Um ein Tagesgeldkonto einrichten zu könne, wird ein Girokonto als sogenanntes Referenzkonto benötigt, über das alle Überweisungen getätigt werden. Tagesgeldkonten gehören zu den sichersten Geldanlagen. Sie unterliegen keinen Kursschwankungen und auch ein Emittentenrisiko ist ausgeschlossen. Mit der in der EU gesetzlich vorgeschrieben Einlagensicherung sind diese zu 100% bis zu einem Betrag von 100.000 EUR geschützt.

Was macht Tagesgeldkonten gegenwärtig so attraktiv?

Die schon länger bestehende Niedrigzinspolitik der europäischen Zentralbank hat dahin geführt, dass Sparpläne und Festgeldanlagen nur mit sehr mageren Zinsen bedient werden. In Kombination mit langen Laufzeiten haben diese Anlageformen zunehmend an Beliebtheit eingebüßt. So ist es für den Verbraucher wichtig zu wissen, dass die Zinssätze von Festgeldanlagen zurzeit entweder in gleicher Höhe wie beim Tagesgeldkonto liegen, teilweise sogar noch darunter. Eine ähnliche Situation ergibt sich bei Sparplänen. Eine nur wenige Zehnerprozentpunkte höher liegende Verzinsung erkauft sich der Sparer mit langen Laufzeiten von zwei bis zu fünf Jahren. Es macht praktisch wenig Sinn, sich in Zeiten historisch niedriger Zinsen auf eine langfristige Geldanlage festzulegen. Anders beim Tagesgeldkonto. Hier kann der Kunde ohne Einbuße an Zinsen jederzeit über sein Geld verfügen. Da es keine Kündigungsfristen gibt, ist ein Wechsel zu einem attraktiveren Angebot jederzeit möglich. Die in der Regel kostenlose Kontoführung ist ein weiterer Pluspunkt.

Wie eröffne ich ein Tagesgeldkonto?

Viele Filialbanken bieten Tagesgeldkonten als Bestandteil ihrer Produktpalette an. Mit den besten Konditionen überzeugen die sogenannten Direktbanken. Bei diesen erfolgt die gesamte Kontoführung über das Internet. Hier ist der Verbraucher gut beraten, sich bei einem Vergleichsportal über deren jeweilige Konditionen zu informieren. Die Kontoeröffnung wird bequem und ohne Risiko mit Widerrufsrecht online vorgenommen. Als Referenzkonto kann meist auf ein bereits bestehendes Girokonto zurückgegriffen werden. Nur wenige Geldinstitute machen die Eröffnung von Tagesgeldkonten von der parallelen Einrichtung eines Girokontos abhängig.

Fazit

Tagesgeldkonten sind eine einfache und transparente Anlageform. Mit ihren guten Konditionen als risikolose Geldanlage ist der Kunde mit der Eröffnung eines Tagesgeldkontos auf der sicheren Seite.