Was bedeutet die Einlagensicherung überhaupt?

Das Tagesgeld ist trotz seiner in den vergangen zwei Jahren sehr niedrigen Zinsen nach wie vor bei zahlreichen Anlegern und Sparern ein durchaus beliebtes Bankprodukt. Ein wesentlicher Grund besteht in der hohen Sicherheit, mit dem Tagesgeldkonten hierzulande ausgestattet sind. Diese hohe Sicherheit wiederum begründet sich darauf, dass es bei einem in Euro geführten Tagesgeldkonto weder ein Kurs- noch ein Währungsrisiko gibt. Darüber hinaus existiert zwar das bei nahezu jeder Geldanlage vorhandene Emittentenrisiko, jedoch kann dieses beim Tagesgeld aufgrund der Einlagensicherung zu einem großen Teil ausgeschaltet werden.

Die gesetzliche Einlagensicherung

Einlagensicherung
Die Einlagensicherung sichert das ersparte der Bankkunden gegen Insolvenz ab

Wer sich zum ersten Mal mit dem Thema sichere Geldanlagen und Einlagensicherung beschäftigt, der fragt sich oftmals, worum es sich eigentlich bei dieser Einlagengarantie handelt. Konkret muss zunächst zwischen der gesetzlichen und der privaten Einlagensicherung unterschieden werden. Die gesetzliche Einlagensicherung ist spätestens seit der Finanzkrise im Jahre 2008 vielen Verbrauchern bekannt. Seit einigen Jahren sind nämlich die Guthaben auf bestimmten Bankkonten durch diese gesetzliche Einlagensicherungsgarantie bis zu einem Betrag von 100.000 Euro geschützt. Diese Kapitalsumme gilt nicht etwa für die gesamte Bank, sondern je Kontoinhaber. Allerdings schützt die gesetzliche Einlagensicherung nur Guthaben auf vier bzw. fünf Kontoarten, nämlich:

  • Sichteinlagen (Girokonto)
  • Sparkonten
  • Tagesgeldkonten
  • Festgeldkonten
  • Im Einzelfall: Sparbriefe

Die gesetzliche Einlagensicherung greift immer dann, wenn die kontoführende Bank zahlungsunfähig sein sollte. In diesem Fall würden sämtliche Guthaben jedes Kunden bis zu einem maximalen Betrag von 100.000 Euro innerhalb von wenigen Tagen trotz der eventuellen Insolvenz des Kreditinstitutes an den Gläubiger zurückgezahlt.

Private Einlagensicherung besonders bei deutschen Banken

Neben der gesetzlichen Einlagensicherung, die auch Guthaben auf Tagesgeldkonten maximal bis zu einem Betrag von 100.000 Euro schützt, sind zahlreiche Kreditinstitute in Deutschland zusätzlich noch einem privaten Einlagensicherungsfonds angeschlossen. Dies hat den großen Vorteil, dass die Einlagen jedes Kunden oftmals sogar bis zu einem Volumen von 30 Prozent des haftenden Eigenkapitals der jeweiligen Bank schützen. Insbesondere für die Großbanken und mittelgroßen Kreditinstitute führt dies dazu, dass die Guthaben jedes Kunden teilweise bis in den höheren Millionen-Euro-Bereich abgesichert sind. Darüber hinaus ist es aufgrund der Konstruktion sowohl bei den Sparkassen als auch bei den Volks- und Raiffeisenbanken so, dass hier eine betragsmäßig unbegrenzte Einlagensicherung gilt. Insbesondere aufgrund der gesetzlichen und privaten Einlagensicherung gehört das Tagesgeld nach wie vor zu den beliebtesten und gleichzeitig sichersten Geldanlagen überhaupt.

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